Bloggererfahrungen auf der OMX und Influencer Ausbildung

Bloggererfahrungen auf der OMX und Influencer Ausbildung
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Influencer Marketing bei Sixt
In der letzten Woche hatte ich wieder ein paar interessante Bloggererfahrungen und Erlebnisse zum Thema „Influencer Marketing“. Ich war auf der Online Marketing Konferenz in Salzburg. Dort waren gleich drei Vorträge, die sich mit dem Thema befasst haben. Auf der OMX hat der weltweit operierende Autovermieter Sixt erzählt, wie sie mit Bloggern und Influencern arbeiten. Bei Sixt sitzt eine ganze Abteilung in der Firma, die sich nur um Blogger Relations kümmert. Und die haben ein gutes Budget, das sie investieren. Das passiert aber nicht aus Nächstenliebe, sondern weil es sich wirtschaftlich für Sixt rechnet.

So rechnet sich Influencer Marketing
Die Formel dahinter: Was würde es uns kosten, die Inhalte selbst zu produzieren? Was würde es uns kosten, die Produktionen im Internet zu verbreiten? – und wenn diese Selbstkosten höher sind, als die Kosten einer Blogger-Kooperation, dann lohnt sich natürlich die Zusammenarbeit mit einem Blogger. Ich habe das Gefühl, dass dort viel Geld, das bisher Agenturen und Vermarkter erhalten haben, in Richtung Blogger verschoben wird. Und ein Überling bleibt bei Sixt.

Die guten und die schlechten Blogger?
Deshalb mögen Internetvermarkter Blogger Kooperationen. Auf der anderen Seite habe ich einige Blogger getroffen, die mir berichtet haben, dass sie mit ihren Einnahmen kämpfen. Ihre Arbeit steht für sie in keiner guten Relation mit den Einnahmen. Naja, vielleicht liegt es auch den Leistungen vieler Blogger. Immer mehr bekomme ich mit, was sogenannte Blogger-Kollegen anbieten oder wie sich Influencer mit zigtausenden Followern aus Instagram brüsten – die sie sich auf Klick gekauft haben. Dass diese Leistungen nicht verkaufbar sind, versteht sich von selbst. Meine Erfahrung ist: Qualitätsvolle Arbeit wird bezahlt und der Markt ist da. Meine Bloggererfahrung: Die Professionalisierung nimmt zu.

Der Meister der Worte: Karl Kratz auf der OMX
Begeistert hat mich der Vortrag von Karl Kratz. Er hat in seiner erfrischenden und kurzweiligen Art gezeigt, wie man mit Worfen spielen kann. Man Rechtschreibfehler sieht oder niccht. Wem sind die beiden Fehler in den letzen drei Zeilen aufgefallen? Mitgenommen habe ich: Gerade für uns Blogger zählt es, die Texte möglichst detailliert zu formulieren, die Leser mitzunehmen, bis sie das Bild von meinem Kopf in ihr eigenes Kopfkino übertragen haben. Klingt einfach, ist aber schwer. Dafür sehr wirksam. Hier gibt´s mehr Eindrücke von ihm – lest euch mal das Impressum durch 🙂 Wer da nicht schmunzelt, geht zum Lachen in den Keller. Oder hat es verlernt.
https://karlkratz.de/onlinemarketing-blog/

Wie wird man Influencer?
Die Professionalisierung im Influencer Marketing und bei Blogger Relations macht sich auch im Ausbildungssektor breit. Hier meine interessante Information am Ende des Artikels: In Spanien gibt es an der Business School in Sevilla nun einen Master-Studiengang für angehende Blogger und Influencer. Ausgebildet wird man dort zum „social media influencer“, „professional blogger“ und videoblogger. Der Lehrplan schaut mal interessant aus. Über die genauen Inhalte kann ich nichts sagen.
Hier zur Webseite: http://masterinfluencerprofesional.com/

Wie wirkungsvoll sind Blogger und Influencer?

Wie wirkungsvoll sind Blogger und Influencer?
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Ich habe die These vertreten, daß sich beim Marketing in der Zukunft noch mehr in Richtung Influencer und Blogger bewegen wird. Und das habe ich nicht deswegen geschrieben, weil ich selbst in diesem Bereich tätig bin, sondern weil ich davon überzeugt bin. Die Arbeit von Bloggern und Influencern hat für die Leser und damit die Kunden von Produkten oder Marken einen Mehrwert, gegenüber der klassischen Werbung in Form von Ausspielung vorgedachter Marketingstrategien.

Warum? – wird sich der Eine oder Andere fragen. Mein Gedanke dazu: Wenn eine Firma ihr Produkt mit einem Werbespot im Radio, Fernsehen bzw. einer Anzeige in Print oder Online bewirbt, spricht diese Anzeige zu 100% die Sprache des werbetreibenden Unternehmens. Die Botschaft ist im Regelfall genau abgestimmt. Fachleute vom Psychologen bis zum strategischen Planer der Werbeagentur überlegten sich ganz genau, mit welchen Bildern, Texten und auf welche Weg sie das Produkt den Konsumenten zeigen.
Wenn in einem Blog ein Beitrag über das gleiche Produkt erscheint, ist eine zusätzliche Instanz am Werk. Der Blogger oder Influencer stellt das Produkt aus SEINER Sicht den Lesern vor. Das geschieht ungeschminkter, ohne Werbepschologen.

Und auch wenn die Konsumenten wissen, dass es sich beim Blogpost um eine Werbung handelt. Sie ist näher an den Menschen, ehrlicher und authentischer. Natürlich ist ein Influencer durch die Berichtertstattung ein Teil der Werbeindustrie. Aber er ein guter Blogger ist unabhängiger und ehrlicher. Und genau das ist es, was Konsumenten in unseren Tagen schätzen. Eine authentischere Werbung.

Als ich aktuell die Meldung von G+J eIMS gelesen habe, fühlte ich mich bestätigt. Das Medienunternehmen hat erstmals eine große Studie zu den Wirkungseffekten von Influencer Kampagnen durchgeführt und veröffentlicht. Einbezogen wurden neben Marketing Experten und Influencern auch die Leser. Und diese Kette wurde bislang in keiner umfangreichen Studie beleuchtet. Interessantes Ergebnis der Studie: Die Arbeit mit Influencern zahlt sich für Marken aus. Die Markenbekanntheit steigt laut Studie durchschnittlich um 7,4%. Besonders für unbekanntere Marken lohnen sich Influencer und Blogger – hier wurde eine Verdoppelung der Markenbekanntheit gemessen.
Die gesamten derzeit erhältlichen Ergebnisse der Studie gibt es hier.

Frank Vogel von Gruner und Jahr formuliert es so: „… wer in Zeiten sinkender Werbeerinnerung noch zum Verbraucher durchdringen will, muss neue Wege gehen. Influencer können sehr wirkungsvolle Markenbotschafter sein…“ – schöner hätte ich es auch nicht sagen können.

Noch ein Detail am Rande: Die Verschiebung der Werbebudgets ist auch in der Werbeindustrie angekommen. Zuletzt zu sehen bei der Fernsehwerbung. Für viele als „Königsdisziplin“ der Werbung betrachtet, müssen aktuell die Fernsehsender mit sinkenden Auftragsvolumen bei der Fernsehwerbung kämpfen. Letzte Woche berichtete der Medienkonzern ProSieben Sat1 zum dritten Mal in Folge von sinkenden Werbeeinnahmen.

Nachtrag: Gerade habe ich noch eine Studie zur Wirksamkeit von Influencer Marketing gefunden. Niklas Lewanczik schreibt bei Onlinemarketing.de darüber.